Rechtsmittel

Verschaffen Sie sich einen Überblick über Rechtsmittel, die Emittenten gegen Entscheide von SIX Exchange Regulation oder der Sanktionskommission offenstehen.

Gegen Sanktionsbescheide von SIX Exchange Regulation kann innert 10 Börsentagen nach Zustellung des Entscheids Beschwerde bei der Sanktionskommission geführt werden. Entscheide der Sanktionskommission können wiederum innert 20 Börsentagen mit Klage an das Schiedsgericht von SIX Swiss Exchange weitergezogen werden. 

Entscheidet die Sanktionskommission aber über Sanktionen im Sinne von Art. 61 Ziff. 3 und 4 Kotierungsreglement (KR) (Sistierung des Handels und Dekotierung) oder über den Ausschluss von Teilnehmern und den Entzug der Registrierung von Händlern, so steht die Beschwerde an die Beschwerdeinstanz von SIX Swiss Exchange offen. Diese muss innert 20 Börsentagen nach Zustellung des Entscheids erfolgen. 

Rechtsmittel können ausschliesslich gegen Endentscheide ergriffen werden. Den Rechtsmitteln kommt grundsätzlich aufschiebende Wirkung zu. Zum Schutz der Funktionsfähigkeit der Effektenmärkte, der Sicherung von Transparenz und der Gleichbehandlung der Marktteilnehmer kann die Sanktionskommission einem Rechtsmittel die aufschiebende Wirkung entziehen.  

Andere Rechtsmittel

kann bei der Beschwerdeinstanz innert 20 Börsentagen nach Zustellung des Entscheids Beschwerde geführt werden. Wird der Entscheid publiziert, so läuft die Beschwerdefrist ab dem Zeitpunkt der Publikation. Die Beschwerdeinstanz kann einer Beschwerde aufschiebende Wirkung verleihen; ausgenommen sind Entscheide gemäss Art. 57 KR. Die Entscheide der Beschwerdeinstanz können ihrerseits innert 20 Börsentagen an das Schiedsgericht von SIX Swiss Exchange weitergezogen werden.  

SIX Swiss Exchange regelt die Zusammensetzung und das Verfahren dieser Beschwerdeinstanz in einem separaten Reglement.