Rechtliche Grundlagen

Das Bundesgesetz über die Finanzmarktinfrastrukturen und das Marktverhalten im Effekten- und Derivatehandel verankert den Grundsatz der Selbstregulierung. Im Rahmen dieser Kompetenz ist SIX Swiss Exchange für den Erlass eines Reglements über die Zulassung von Effekten zum Börsenhandel zuständig.

Im Rahmen der Selbstregulierungskompetenz erlässt SIX Swiss Exchange Regeln über die Kotierung von Effekten. Diese Kotierungsregularien bedürfen der Genehmigung durch die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (FINMA).  

Regelwerk SIX Swiss Exchange

Hierarchie des Regelwerks

Die Kotierungsregularien kennen verschiedene Hierarchiestufen.  

  • Auf der obersten Stufe stehen das Kotierungsreglement und die Zusatzreglemente. Sie regeln die Kotierung von Effekten an SIX Swiss Exchange. 
  • Die Schemata legen den Inhalt des Kotierungsprospekts fest. Sie bilden einen Bestandteil des Kotierungsreglements resp. der Zusatzreglemente. 
  • Die übrigen Reglemente regeln die Handelszulassung von internationalen und dekotierten Anleihen, internationalen Beteiligungsrechten, die Handelszulassung im SIX Swiss Exchange - Sponsored Foreign Shares Segment und im SIX Swiss Exchange-Sponsored Anlagefondssegment.  
  • Die Richtlinien dienen der Ergänzung und detaillierten Erläuterung der reglementarischen Bestimmungen. Sie enthalten Ausführungsbestimmungen und leiten sich aus einem darüber stehenden Reglement ab.  
  • Die Rundschreiben dienen der Erläuterung der Praxis des Regulatory Board.  
  • In Form von unregelmässig erscheinenden Mitteilungen werden Einzelentscheide veröffentlicht, praktische Rechtsfragen in der Anwendung einzelner Bestimmungen des Kotierungsreglements geklärt und Praxisänderungen publiziert.